TIG-Logo

Gemeinsam mit 5 Gastrednern und über 100 Teilnehmern haben wir am Mittwoch, den 08. Mai 2019 im Rahmen unseres TIG Symposiums spannende Fragestellungen rund um das Thema Digitalisierung aufgegriffen. Die Vorträge waren abwechslungsreich, visionär und sehr interessant. Der „Open Space"-Workshop war gut besucht hat spannende Gespräche und Diskussionen hervorgerufen.

„Das Thema Digitalisierung ist in aller Munde. Es scheint, als wäre jedes Unternehmen vor einem Umbruch, der durch die digitale Transformation verstärkt wird. Dabei fühlen sich manche von dieser scheinbar neuen Welt magisch angezogen, andere sind wiederum eher skeptisch.

Für uns, die wir in der Industrie tätig sind, bedeutet Digitalisierung das uneingeschränkte Vernetzen von Produktionseinheiten zur Datenerfassung! Auf Basis dieser Daten müssen Erkenntnisse gewonnen werden, die zu produktionsoptimierenden Anpassungen unserer Geschäftsmodelle und damit zu mehr Flexibilität und zu entscheidenden Wettbewerbsvorteilen führen", erklärte Wolfgang Frohner, CEO der TIG.

Die Geschichte eines Datenwissenschaftlers - von der Architektur bis zur Anwendung

Der Beitrag von Herrn Michael Aichinger, CEO der unisoftware plus GmbH, zeigt die unterschiedlichen Disziplinen, die Architektur- und Technologiemöglichkeiten, sowie Applikationsbeispiele für „machine learning".

„Data Science ist ein multidisziplinäres Gebiet, das wissenschaftliche Methoden, Prozesse, Algorithmen und Systeme einsetzt, um Wissen und Erkenntnisse aus strukturierten und unstrukturierten Daten zu extrahieren", betont Michael Aichinger.

Dabei spricht er besonders die exponentiell wachsende Datenmenge an, die in der Industrie in den nächsten Jahren produziert wird. Im Jahr 2020 werden zB. 1,7 MB Daten pro Mensch pro Sekunde erwartet. Ein Wachstumstreiber in der Datengenerierung ist IoT. Herkömmliche Datenbanksysteme können diese Datenmengen überhaupt nicht mehr verarbeiten. Der Trend geht in Richtung clusterorientierter Big-Data-Systeme.

Industrie 4.0 – Kontrollraum mit prädiktiven Systemen

Die Firma BOCAR, mit 12 Produktionswerken in Mexico und USA, entwickelt aufgebaut auf der vorhandenen Traceability-Lösung von TIG eine maschinenübergreifende Datenerfassungslösung für ganze Produktionszellen. Auf Basis einer umfassenden Datenerfassung (Big-Data-Ansatz) können Analysetools aufgesetzt werden, welche Produktivität und Qualität deutlich erhöhen sollen. Nico Jordi, Engineer for Technical Application – BOCAR GROUP, erklärt eindrücklich, dass das Endziel ein "Kontrollraum" ist, in welchem zumindest zwei Spezialisten für die Optimierung der Produktion und die Erhöhung der Qualität verantwortlich sind. Im Zuge dessen muss die Produktion digitalisiert werden.

Vorausschauende Wartung und vorausschauende Qualität in der Fertigung

Die Firma IoTco LLC ist in das Projekt „control room with perdicitve systems" der Firma BOCAR, rund um das Thema „Predictive Analyses" involviert. Mohamed Abuali, CEO von IoTco LLC hebt hervor, dass die umfassende Datenerfassung von Maschinen- und Prozessdaten der Einstieg in die Digitalisierung ist. Ohne Daten ist kein OEE (overall equipment effectiveness) möglich, geschweige denn, weitere Analysen, die in die Prävention von Prozessabweichungen oder Produktionsmittel-Verschleiß gehen. „Think big, start small, act now with a proof of value", ist die Empfehlung in der Herangehensweise zu Digitalisierungsprojekten, so Mohamed Abuali.

Wie wir 2015 mit TIG angefangen haben und wohin uns dies im Laufe der Jahre geführt hat

Kongsberg Automotive AS ist einer der größten Automobilzulieferanten mit über 10.000 Mitarbeitern und 40 Produktionsstandorten in 18 Ländern. „Durch das starke Wachstum hatten wir das Problem, den OEE nur mehr unzureichend zu erhalten und sind deshalb auf die Suche nach einer passenden MES-Lösung gegangen", so Sture Sørli, Senior Process Engineer bei Kongsberg.

Im Jahr 2014 wurde die Situation evaluiert und aufgrund der hohen Integrationsmöglichkeit von Spritzgießmaschinen ist die Entscheidung auf die MES Lösung TIG authentig von TIG gefallen. 2015 startete das Unternehmen mit dem Modul „Monitoring", zur Produktionsüberwachung und Berechnung des OEE. Heute arbeitet Kongsberg in der vollen Modultiefe und kontrolliert die komplette Produktion mit TIG authentig, welches laut Aussage von Kongsberg einzigartig die „Injection-Moulding-DNA" besitzt.

Die Digitale Fabrik Vorarlberg

Prof. (FH) DI Dr. Robert Merz zeigte die globalen branchenübergreifen Entwicklungen der Industrie und wie die Hochschulen darauf reagieren. Mit mehreren Industriepartnern realisiert die FH Vorarlberg eine digitale Beispielfabrik, die alle Facetten der Produktion inkludiert. Die Digitale Fabrik FHV beinhaltet sowohl CAD Planung, Intralogistik, Robotik, adaptiven Fertigungsmethoden sowie die Assemb-lierung. Derzeit wird das Konzept erweitert und zur Cloud-Manufaktur aufgerüstet.

LiT – die neue TIG Schulungsakademie

Schulungen und Wissensmanagement sind die Schlüsselelemente, um ein Digitalisierungsprojekt effizient und reibungslos durchzuführen. TIG möchte das Training auf das nächste Level bringen und den Kunden die Möglichkeit bieten, die TIG-Produkte bestmöglich einzusetzen.

Die Kunden stehen im Mittelpunkt

Die Weiterbildungsprogramme der TIG konzentrieren sich auf die spezifischen Geschäftsziele der Kunden. Für das Coaching wird ein passender Trainingsplan ausgearbeitet und eine Agenda, zugeschnitten auf die Bedürfnisse der einzelnen Kunden, erstellt. Die Grundausbildung gibt einen Überblick über die Thematik und macht etwa die Hälfte von dem aus, was wir abdecken könnten. Der Rest wird an die spezifischen Bedürfnisse des eigenen Unternehmens angepasst, abgestimmt und hinzugefügt.

Im Fokus der LiT Academy stehen:

  • Schulungen: Standard, konfiguriert oder individuell angepasst
  • Webinare zu ausgesuchten und (tages)aktuellen Themen
  • e-Learning-Plattform mit Online-Kursen
  • TIG-Zertifizierungsprogramm

Kunden profitieren von der mehr als 25-jährigen Expertenerfahrung in der Umsetzung von Digitalisierungs- und MES-Projekten.

"Open Space"-Workshop

Der „Open Space"-Workshop, im Rahmen des TIG Symposiums, ermöglichte es den Teilnehmern eigene Fragen, Ideen und offene Punkte zum Thema Digitalisierung einzubringen. Diskutiert wurden unter anderem Fragen, wie zum Beispiel: „Sind Daten das Öl der Zukunft?" oder „Was sind die wichtigste Voraussetzung für die digitale Fabrik?"

Open Space lebt von und mit der Selbstorganisation der Teilnehmer und besticht als Arbeitsverfahren durch die ungewöhnliche Kombination von Effizienz in der Erarbeitung von Ergebnissen einerseits und Kreativität, Inspiration und Spaß in der Zusammenarbeit andererseits.

Wir freuen uns sehr über die zahlreichen Teilnehmer und die gute Stimmung beim TIG Symposium. Das Feedback war bisher überwältigend gut.

Markus Fehr, Mitarbeiter der Engineering for Quality GmbH:
„Vielen Dank für den wertvollen Anlass, welcher mir ein Update zur Digitalisierung in der Kunststoffindustrie und in der Ausbildung des Landes Vorarlberg geboten hat. Mein Glückwunsch zum Wagnis mit der "Open Space Session", welche mir zusätzliche Möglichkeiten zum gezielten Austausch ermöglicht hat. TIG hat mich mit diesem Symposium stark beeindruckt, mit der Tatsache, dass TIG neben Maschinen auch Menschen zu vernetzen versteht."

Das gesamte TIG-Team möchte sich nochmals recht herzlich bei allen Vortragenden und Teilnehmern für die gelungene Veranstaltung bedanken.

 

TIG Logo

Ansprechpartner für die Presse:

Eva Wörnhörer
Marketing

e.woernhoerer@tig.at  

Diese Seite verwendet Cookies. Bitte erteilen Sie Ihre Zustimmung, indem Sie auf OK klicken. Mehr erfahren ...